2011-2019

Das "alte" Mv Stadtkapelle Leonberg e.V. Logo zur Erinnerung.

Quelle LKZ

Nach dem Frühjahreskonzert der Stadtkapelle kommen die Musiker zum ersten Mal zur Probe in den Eltinger Hof.

Aus dem Musikverein Lyra 1897 Eltingen e.V. wird nach der Fusion mit dem Mv Stadtkapelle

Leonberg e.V. der

Musikverein Lyra Leonberg e.V.

 

Sozial- und Kulturauschuß Stadt Leonberg beraten über Zuschuß

Leonberg – Mit hoher Erwartung und in großer Zahl sind die Vorstände der Musikvereine Stadtkapelle Leonberg und Lyra Eltingen ins Rathaus gekommen. Am Ende spenden Joachim Bürklen, Wolfram Kienle, Roland Rössler und Harald Zeeb zufrieden Beifall. Zuvor hatten die Mitglieder des städtischen Sozial- und Kultusausschusses knapp 80 000 Euro freigegeben. Mit dem Geld sollen nicht nur 130 neue Uniformen bezahlt werden, sondern auch der Umbau und die Erweiterung des Vereinsheims in der Hertichstraße.
Denn hier, im Eltinger Hof, soll das Domizil eines gemeinsamen Musikvereins für die Kernstadt sein. Zwar steht das endgültige Basisvotum bei der Stadtkapelle und der Lyra noch aus. Doch die beiden Vorsitzenden Zeeb und Rössler sind optimistisch, dass nach mehreren Anläufen, die schon in den 50er Jahren begonnen hatten, der Zusammenschluss nun endlich klappt.

Kooperation mit der Musikschule
„Die Begebenheiten für einen echten neuen Verein sind so gut wie nie“, meint denn auch die städtische Kulturamtsleiterin Alexa Heyder. Schon lange arbeiten die Stadtkapelle und die Lyra im Jugendbereich eng zusammen, haben gemeinsame Auftritte und sind zudem geschlossen bei den Pferdemarkt-Umzügen dabei. Angesichts sinkender Mitgliederzahlen hoffen nicht nur die Vorstände, sondern auch die Kommunalpolitiker auf bessere Zeiten in einem großen Verein, der dann rund 370 Mitglieder haben wird.

Geplant ist eine enge Zusammenarbeit mit der Jugendmusikschule, um gerade junge Leute für Instrumente wie Trompete oder Tuba zu begeistern. Dafür soll es sogar ein Beginner-Orchester geben, in dem sich Jugendliche einfach einmal ausprobieren können, egal, ob sie dem Club angehören.

Den neuen Verein sieht Oberbürgermeister Martin Kaufmann als eine Art städtisches Hausorchester. Schon jetzt gestalten die Musiker der Stadtkapelle und der Lyra die Altjahrabende auf dem Marktplatz und dem Kirchplatz. Künftig sollen sie gemeinsam bei weiteren festlichen Anlässen, etwa dem Tag der Deutschen Einheit oder beim Pferdemarkt, aufspielen.

Ein Neustart ist freilich für viele altgediente Mitglieder nicht nur ein emotional schwieriges Unterfangen, sondern vor allem eine finanzielle Herausforderung. Es braucht ein neues Vereinslogo und neue Uniformen. Allein diese machen für insgesamt 130 Musiker 52 000 Euro aus.
Anspruchsvoll ist die Lagerung der oft empfindlichen Instrumente. Bisher hat die Stadtkapelle noch ihr Domizil in der Steinturnhalle, das ihr aber nicht gehört. Die Lyra hingegen ist Besitzerin des Eltinger Hofes. Entsprechend soll dort das neue Hauptquartier entstehen. Der für erweiterte Lagerkapazitäten nötige Umbau ist mit 86 000 Euro veranschlagt.

Ein außergewöhnlicher Zuschuss
Gemäß der städtischen Vereinsförderrichtlinien können die Kosten mit 20 Prozent bezuschusst werden. Doch um den neuen Verein nicht gleich mit Schulden zu belasten, warb die Kulturamtsleiterin dafür, die Gesamtsumme von knapp 160 000 Euro zur Hälfte zu übernehmen. Sozusagen ein außergewöhnlicher Zuschuss für eine außergewöhnliche Situation, der nicht die Regel darstellt, wie der Finanzbürgermeister Ulrich Vonderheid (CDU) klarstellt.

Doch um dem neuen Verein einen guten Start zu ermöglichen, stimmt der Sozial- und Kultusausschuss geschlossen zu. Nun haben die Mitglieder beider noch getrennten Vereine im März final das Wort. Fällt die Abstimmung positiv aus, kann ein gemeinsames Logo entworfen werden, das dann auf den künftigen Uniformen prangt.

Quelle: Von

Pferdemarkt 2019

Beim diesjährigen Pferdemarktsumzug nahmen die Musikerinnen und Musiker der Stadtkapelle Leonberg zusammen mit den befreundeten Musikkolleginnen und Kollegen der Lyra Eltingen teil. Bei perfekten Wetterbedingungen startete das Orchester an Position 1 des Umzugs und sorgte mit Marschmusik und lateinamerikanischen Rhythmen für gute Stimmung am Strassenrand.

Foto: Hermann Strotman

2018

Herbstfest 

Leonberg Die Stadtkapelle feiert vor der Steinturnhalle. Eines der Gesprächsthemen ist die Fusion mit der Lyra. Von Florian Mader

Das ist wohl das Vier-Schlag-Wochenende gewesen. Vier Mal musste der Schultes Fritz Kuhn in Cannstatt mit dem Hammer ausholen. Ebenso viele Male wie sein Leonberger Kollege Ulrich Vonderheid beim Sommerfest der Stadtkapelle auf dem Platz vor der Steinturnhalle.
Sommerfest? Die Temperaturen muten am Wochenende sehr zum Gefallen der Feierlaunigen eindeutig sommerlich an, dennoch muss Harald Zeeb natürlich erklären. wie er zu dieser Jahreszeit zu der Festbezeichnung kommt. „Im Juli war unser Sommerfest geplant. so wie immer“ berichtet der Stadtkapellen-Vorsitzende in seiner Begrüßung kurz vor dem Fassanstich. „An dem Wochenende hat uns aber das Endspiel der Fußball-WM einen Strich durch die Rechnung gemacht.“

Jetzt feiert man eben Ende September. Der Stimmung tut das keinen Abbruch, spätestens als die Jugendkapelle des Vereins unter ihrem Dirigenten Herward Heidinger aufspielt – durchaus als Zeichen gemeint, wie Zeeb in seiner Begrüßung anklingen lässt. „Die Jugend ist schon zusammen“, sagt der Vorsitzende. Denn zusammen mit dem Musikverein Lyra Eltingen unterhält die Stadtkapelle Leonberg ein gemeinsames Nachwuchsorchester, und daraus könnte noch mehr werden. Anfang des Jahres war bekannt geworden, dass die beiden Musikvereine überlegen, sich zusammenzuschliessen. Beim Sommerfest ist das natürlich eines der Gesprächsthemen. „Ja, es gibt Befürworter, aber auch Gegner der Fusion“, berichtet Harald Zeeb später, als er sich selbst eine kurze Pause gönnt. Wie weit die Pläne gediehen sind, will er indes noch nicht verraten. „Es gibt Gespräche“, sagt er, „und mehr Infos wird es dann in Kürze geben.“

Auch im Rathaus beobachtet man die Entwicklung. „Vor dem Hintergrund der Fusion ist Solidarität wichtig“, sagt der Erste Bürgermeister Ulrich Vonderheid, der darum eigens für den Fassanstich eingesprungen ist, nachdem OB Martin Kaufmann kurzfristig absagen musste. „Ich gehe davon aus, dass sich die Verantwortlichen vor dem Zusammenschluss viele Gedanken gemacht haben“, sagt er, „die Musikvereine sind schließlich ein wichtiger Bestandteil der Tradition unserer Stadt.“

Ein wichtiger und ein geselliger Teil. Das zeigt sich beim Sommerfest unter den bunt gefärbten Bäumen vor der Steinturnhalle. Die Jugendkapelle spielt auf, am Sonntag sind die Musiker der Lyra zu Gast gewesen. Für Stimmung sorgte am Samstagabend schließlich die Bowie Band, die aufgrund der herbstlichen Temperaturen im Inneren der Steinturnhalle spielte.

Ein Vorteil dieser Örtlichkeit, den auch Harald Zeeb erkennt, auch wenn noch Wehmut mitschwingt. Jahrzehntelang war das Sommerfest auf dem Marktplatz, den die Stadtkapelle aber aufgrund vieler Auflagen und Kosten aufgeben musste. „Es gab damals durchaus die Nachfrage bei der Stadt nach mehr Unterstützung“, erinnert sich der Vorsitzende. „Zum Beispiel wurde vorgeschrieben, dass die Leute vom Bauhof die Bühne aufbauen – und das kostet.“ Neun Jahre fand das Fest darum auf dem Engelberg statt, wo man aber stark vom Wetter abhängig sei. Und jetzt schon zum zweiten Mal vor der Steinturnhalle. Harald Zeeb nimmt’s, wie es kommt. Ulrich Vonderheid weist eine Mitverantwortung der Stadt an dieser Umzugsmisere zurück. „Das ist doch eine super Location hier“, sagt er. „Es gibt hier eine Küche, es gibt Toiletten, und es gibt die Halle, wo man bei Regen ausweichen kann.“

Frühjahreskonzert 2018

Von Ute Jenschur – Am Anfang und am Ende des Frühjahrskonzerts der Stadtkapelle Leonberg steht ein klassischer Marsch. So wie sich das für ein großes Blasorchester gehört. Dazwischen interpretieren Trompete, Posaune, Tuba, Horn, Klarinette, Fagott, Saxofon und Querflöte moderne Musicals, Film- und Rockmusik.

Nach dem Auftakt mit dem Konzertmarsch „Arsenal“ von Jan Van der Roost, entführt die Stadtkapelle die Zuhörer auf den Schwingen eines Adlers. Von Posaunen getragen hört man förmlich, wie der Adler sich erhebt, bis er mit frischem Flügelschlag unter leichter Klarinettenuntermalung durch die Lüfte schwebt. Es folgen die bekannten Songs „Aquarius“ und „Let the Sunshine in“ aus dem Musical „Hair“ und Höhepunkte aus dem „Tanz der Vampire“, mit seinem bekanntesten Song, „Total Eclipse of the Heart“, ein gewaltiges Stück, ideal für das große Blasorchester.

Es herrscht gute Stimmung bei der Stadtkapelle, es ist Ruhe eingekehrt im Verein. Der neue Interims-Dirigent Jörg Weiß sorgte in der Kürze der Zeit für den Feinschliff bei den Musikern, und so wird das Frühjahrskonzert zu einem musikalischen Genuss, auch wenn nur sechsmal zusammen geprobt werden konnte. „Die Musiker sind Profis“, lobt Weiß das Orchester.

Wie geht’s weiter?

Der Dirigent ist kein Unbekannter, er hat die Stadtkapelle bereits von 1993 bis 2003 geleitet. Der gelernte Holz-Instrumentenbauer hat sich auf Klarinette spezialisiert. Dieses Fach unterrichtet er auch als Musiklehrer in seiner Heimatstadt Besigheim. Seit April ist er im Amt, vorläufig hat er bis Ende des Jahres zugesagt. Wie es weitergeht, ist noch offen.

Nachdem die Mitgliederversammlung der Stadtkapelle vor kurzem nach hoch emotionalen Diskussionen die Zustimmung zu Fusionsgesprächen mit dem Musikverein Lyra Eltingen gegeben hat, geht der Vereinsvorsitzende der Stadtkapelle, Harald Zeeb, davon aus, dass es 2019 soweit sein könnte. „Vielleicht ist ja ein von der Stadt stärker gefördertes großes städtisches Blasorchester in Zukunft möglich“, das wäre ein Wunsch von Harald Zeeb.

Deutlich sichtbar ist beim Frühjahrskonzert der Stadtkapelle bereits die seit Jahren bestehende Kooperation mit der Lyra, die an diesem Abend sieben Musiker leihweise auf die Bühne schickt.

Blockflöte und Blasmusik

Im zweiten Teil des Konzertes tritt ein Projektorchester auf, das seit Längerem aus Jugendlichen beider Vereine und anderen jungen Bläsern besteht. Ein bemerkenswertes junges Nachwuchstalent ist der zwölfjährige Lukas Oscheja, der an den kleinen Bongo-Trommeln und dem Schlagzeug mit viel Gefühl für Rhythmus überzeugt. Zu dritt teilen sich die Jugendlichen die Arbeit an den Schlagzeugen, geben dem Orchester den Rhythmus vor und wechseln sich dabei im Team an den einzelnen Instrumenten ab. Alle drei kommen von der Lyra, da die Stadtkapelle keine eigenen Jugend-Schlagzeuger hat. Das Jugend-Projektorchester spielt einen Samba und Auszüge aus Spielfilmen und Musicals. Gemeinsam mit den Blockflötenkindern der Jugendmusikschule rocken sie den „Recorder Rock“, eine spezielle Komposition für Blockflöte und Blasmusik.

Im dritten Teil zeigt die Stadtkapelle nochmals ihr ganzes Können mit dem „König der Löwen“, „Findet Nemo“ und einer besonderen Rock-Spezialität: Dörte Seible gibt bei „Baker Street“ ein beachtliches Saxophon-Solo. Bei der Zugabe kehrt die Stadtkapelle wieder zu ihren Ursprüngen zurück und begeistert die Gäste mit dem Berliner-Luft-Marsch.

 

2011

Durch die Besonderheiten um das Jubiläumsjahr war dieses Jahr geprägt von z.B. den historischen Uniformen der Stadtkapelle und dem geschmückten Unimog von Ralf Völler beim Pferdemarkt-Umzug, dem Festakt beim Jubiläumskonzert, der Ausnahmeveranstaltung „Biker machen Blasmusik“, dem Weinfest im September und der Adventsfeier.

 

 

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