Musikverein Lyra 1897 Eltingen e.V.
       Musikverein Lyra 1897 Eltingen e.V.
Aus der Geschichte der Stadt Leonberg
    

Wappen

 

 

1248 / 49
Graf Ulrich I. von Württemberg gründet die Stadt Levinberch auf der Markungsgrenze zwischen Eltingen und Dilgshausen. Seine neue Stadt, strategisch günstig auf einem Bergsporn angelegt, soll seine Grafschaft gegen Westen schützen, gegen die kaisertreuen feindlichen Nachbarn, die Städte Markgröningen und Weil der Stadt und die Grafen von Tübingen und Calw. Die Menschen für die neue Stadt kommen aus der Umgebung; das Dorf Dilgshausen wird schließlich aufgegeben.

 

1273
Zum ersten Mal werden Bürger namentlich erwähnt: Ulrich Pflüger, Dietrich und Albrecht von Warmbronn.

 

1277
Heinrich v. Hailfingen schenkt sein Patronat über die Dilgshäuser und die Leonberger Kirche dem Sindelfinger Chorherrenstift. Das Stift nimmt jetzt den Kirchenzehnt ein und bestimmt den Pfarrer. 1477 geht das Patronat zusammen mit dem Chorherrenstift auf die neu gegründete Universität über.

 

1312 - 16
Im Reichskrieg gegen Graf Eberhard I. von Württemberg unterwirft sich Leonberg der Reichsstadt Esslingen. Die neue Herrschaft bringt Vorteile: Steuererleichterungen und Wahl des Schultheißen.

 

um 1350
Leonberg ist Amtsstadt, Verwaltungsmittelpunkt der jetzt württembergischen Umgebung. An der Spitze des Amts steht der gräfliche Vogt - er übernimmt 100 Jahre später zusätzlich die Funktion des Stadtschultheißen.

Die jüdische Gemeinde besteht schon nicht mehr. Die jüdischen Einwohner Leonbergs sind vermutlich der Verfolgungswelle während der Pest 1348/49 zum Opfer gefallen.

Außer der Kirche stehen bereits zu dieser Zeit nachweislich das Steinhaus am oberen Tor (heute Schwarzer Adler) und das Gebäude Pfarrstraße 16.

 

1383
Die Leonberger Bürger müssen Württemberg die ewige Treue schwören. Ihr Versuch, sich der Landesherrschaft zu entziehen und den Reichsstädten anzuschließen, ist gescheitert.

 

1457
16. November: Tagung des 1. Württembergischen Landtags (von Württemberg-Urach).

Der Leonberger Landtag regelt die Vormundschaft für den noch unmündigen Graf Eberhard V. Dabei wird den Bürgern, besser gesagt der bürgerlichen Oberschicht, erstmals ein Mitspracherecht vertraglich zugesichert.

 

1467
Graf Eberhard V. „im Bart" errichtet ein Franziskanerkloster.

 

1470
Etwa 900 Personen leben in der Stadt und in der kleinen nicht ummauerten Vorstadt - eine Steuerliste nennt 208 Haushalte. Die Menschen leben von der Landwirtschaft, dem Weinbau und dem Handwerk. Absatzmarkt ist die Stadt und der nähere Umkreis.

 

um 1480
Die Bürger bauen ein neues Rathaus, zunächst noch Bürgerhaus genannt (heute das Alte Rathaus).

 

1485
Leonberger Bürger stiften ein Spital. Wohlhabende Bürger kaufen sich dort zur Altersversorgung ein. Mit ihrem Geld und Stiftungen können alte und kranke Arme aufgenommen werden. Nach Einführung der Reformation zieht das Spital in die leerstehenden Räume des Franziskanerklosters um (heute Bereich Spitalschule).

 

1498
Der erste große Stadtbrand legt 46 Häuser in Schutt und Asche. Etwa 200 Menschen sind obdachlos. Viele verlassen Leonberg. Noch 50 Jahre später sind 20 Hofstätten nicht wieder aufgebaut.

 

1514
Eine Erhöhung der Steuern führt zu dem „Armen Konrad" genannten Aufstand. Höhere Abgaben, häufigere Frondienste und zunehmende Regelungen durch die landesherrliche Verwaltung versetzen die württembergischen Untertanen in Wut. Schorndorf und Leonberg sind Brennpunkte. In Schorndorf endet der Aufstand blutig. Leonberg dagegen kann Herzog Ulrich Zugeständnisse abringen, auf die sich die anderen Gemeinden im Land bei ihren Verhandlungen berufen.

 

1534
In Württemberg wird die Reformation eingeführt. Leonberg wird widerwillig evangelisch. Das Franziskanerkloster und die Nonnenklause - 1350 als Beginengemeinschaft erwähnt - werden aufgelöst.

 

1537
Der Bürgermeister und Richter Benedikt Beutelspacher wird wegen seiner Opposition gegen Herzog Ulrich verurteilt und verstümmelt.

 

1541
Zur deutschen Schule kommt eine Lateinschule hinzu, ebenfalls nur für Jungen. Eine Mädchenschule wird erst im Jahr 1580 eingerichtet.

 

1560 - 65
Herzog Christoph lässt unter Einbezug der Burg das Schloss bauen.

 

1566
Der Marktbrunnen erhält eine Wappnerfigur mit Wappen und Hoheitszeichen des Landesherrn.

 

1570 - 1621
Der Bildhauer Jeremias Schwartz, Leonberger Bürgersohn, betreibt seine Werkstatt in Leonberg. Er entwickelt sich zum bedeutendsten Bildhauer der Spätrenaissance im mittleren Neckarraum. Die Grabmäler an der evangelischen Stadtkirche stammen fast alle aus seiner Werkstatt und der seiner Söhne. Die Grabdenkmäler, Ausdruck zunehmenden bürgerlichen Selbstbewusstseins, sind in der Qualität ihrer Ausführung und der Zahl ihrer Überlieferung einmalig in Württemberg.
Die älteste Stadtansicht Leonbergs aus dem Jahre 1618 stammt von Jeremias Schwartz.

 

1571 - 74
Missernten schaffen große Hungersnot.

 

1577
Die Eltern von Johannes Kepler (*1571) erwerben das Bürgerrecht, sie waren bereits 1575 von der Reichsstadt Weil der Stadt nach Leonberg gezogen. Bis 1583 besucht Johannes Kepler hier die Schulen. Als Leonberger Bürgersohn hat er Zugang zum württembergischen Bildungssystem.

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